Neuer Katalog im Buchformat (Hardcover), 64 Seiten, 20.- Euro

DER KUNSTVEREIN HOHER FLÄMING RUFT ZUR HILFE IN ZHITOMIR AUF Wir sind verstört angesichts der schrecklichen Nachrichten, die uns Tag für Tag aus der Ukraine erreichen. Wir lehnen aus tiefster Überzeugung jede Form von militärischer Gewalt ab. Unsere Anteilnahme gilt den unschuldigen Opfern dieses Krieges. Der Krieg der Russischen Föderation in der Ukraine muss gestoppt werden! Wir wollen den Menschen in der Ukraine konkrete Hilfe leisten. Wir haben Kontakt zu Frau Dr. Tatjana Kilymnik aufgebaut. Sie arbeitet als Kinderärztin in einem Krankenhaus in Zhitomir. Zhitomir liegt 130 km westlich von Kiew. Das Geld, das wir sammeln und spenden wollen, soll den verletzten Kindern zu gute kommen, die ins Krankenhaus geliefert werden. Dr. Tatjana Kilymnik wird uns regelmäßig Informationen schicken, in denen wir über die Situation der Kinder erfahren. Wir rufen alle Bürgerinnen und Bürger auf, unsere Hilfsaktion zu unterstützen. Spendenkonto: Kunstverein Hoher Fläming e.V. VR Bank Fläming DE33 1606 2008 4100 7387 00 Betreff: Zhitomir Der Kunstverein kann Spendenquittungen ausstellen. Bitte anfordern unter: kunstverein-hoher-flaeming@hotmail.com

SPENDENAUFRUF DES KUNSTVEREINS HOHER FLÄMING - 14. Juni  2022Zunächst eine Entschuldigung an all die lieben Menschen, die eine Spendenquittung erbeten haben. In der kommenden Woche werden sie online zugesandt!Die Reaktionen auf unseren Spendenaufruf berühren uns im Kunstverein!(Mögen doch alle Menschen in den 21 kriegerischen Konflikten, die momentan auf der Welt toben, so intensiven Beistand erfahren, wie Ihr ihn am Beispiel der Unterstützung der Neugeborenenstation im Bezirkskrankenhaus von Zhitomir zeigt.)Bisher sind fast 18.000 Euro eingegangen!Nach langer Zeit hat Tatjana aus Zhitomir an Elena geschrieben. Hier die Übersetzung ihrer Mail: Ich freue mich über unsere Verbindung.Entschuldigt bitte das lange Schweigen.Die Situation bei ist folgende, es gibt in Zhitomir keine Raketeneinschläge und keine Zerstörungen mehr. Aber das tägliche und nächtliche Heulen der Sirenen verändert unseren psychischen Zustand. Es ist wie eine Schaukel - hin und her, unbalanciert. Viele Menschen fallen in Apathie.Wir sind sehr dankbar für Eure Unterstützung, auch wenn ihr so selten von uns hört!Das ist sehr wertvoll! Bei uns gibt es mehr oder weniger Ruhe. Aber die Sirenen gibt es jeden Tag. Danke, dass es keine Bomben mehr gibt!Der Zustand im Krankenhaus  ist gleich geblieben. Was uns fehlt, ist ein neues Leben zu führen, unter einem friedlichen Himmel.Danke, die Generatoren laufen zu großer Zufriedenheit! Was wir jetzt brauchen, ist ein Gerät zum Pulsoxymetrie-Screening bei unseren Neugeborenen. Mit diesem Gerät können wir den Blutfluss zu den Organen messen. Nicht nur am Finger, sondern am Gehirn. Eine fruehere Diagnostik wäre möglich, und wir können dynamische Veränderungen erkennen und gezieltere Behandlungsmethoden anwenden.Ich bin zu 99% sicher, dass keine Bomben mehr auf Zhitomir fallen werden!Das ist momentan das Wichtigste für uns. Es gibt kaum noch Kräfte nach der Arbeit fürsoziale Kontakte, bzw. zu reden oder zu schreiben. Wenn es wieder möglich sein wird, freue ich mich, dich in Zhitomir zu begruessen, auch im Krankenhaus. Jetzt beschäftige ich mich mit einem Satz: Es ist so wichtig, dass es allen Menschen gut geht, wenn es mit allen mir nahestehenden Menschen gut wird.Umarmung deine Tanja. Der von der Station gebrauchte Oxymeter kostet in der Ukraine  nach Auskünften der Klinik inzwischen über 10.000 Euro!! Tatyana bat uns, einmal in der BRD nachzufragen.Unsere ersten Recherchen ergaben einen Preis zwischen 6.000 und 7.000 Euro. Als Privatperson dieses Gerät zu kaufen, scheint nur schwer zu funktionieren. Wir haben Kontakt zum Krankenhaus in Bad Belzig aufgenommen und hoffen auf Unterstützung! Sollten wir das Gerät bekommen, wäre der Kaufpreis durch die Restmittel der Spenden gedeckt, und Elena und ich würden es nach Zhitomir transportieren. Wir könnten dann Tanja persönlich von den Menschen und den Aktionen erzählen, die bisher Geld für ihre Arbeit gespendet haben. Von den vielen Musikerinnen und Musikern, die z.B. bei Konzerten den Erlös von CD-Verkäufen spendeten oder den Schülerinnen und Schülern der Cesar-Klein-Schule in Ratekau (Schleswig-Holstein), die für das Projekt 1000 Euro sammelten oder die Autorengruppe Federflug aus dem Fläming, die nach einer fulminanten Lesung Geld für unsere Aktion sammelten oder der Erich-Fried-Chor, die ein Benefizkonzert in der Samariterkirche organisierten. Die mehr als tausend Euro Spendengelder teilten wir mit einer Aktion der Kirche, die ghanaischeStudenten unterstützen, die aus der Ukraine fliehen mussten und in Berlin kaum Unterstützung erhalten… An alle ein nachdenkliches DANKE !

SPENDENAUFRUF DES KUNSTVEREINS HOHER FLÄMING - 22. März 2022DANKE von Tatjana Kilymnik aus Zhitomir an alle lieben Menschen, die bisher unserem Spendenaufruf gefolgt sind:"Еще раз спасибо за помощь и поддержку!"

Krankenhausmitarbeiter konnten drei kleinere Generatoren, die zusammengeschlossen die benötigte Leistung liefern werden, in Kiew besorgen. Schwierigkeiten gab es mit dem Transport nach Zhitomir. Das große Problem war, einen Fahrer zu finden, der das Risiko einer unsicheren Fahrt eingeht, denn die direkte Autobahnverbindung Kiew - Zhitomir, 130 km, ist nicht mehr befahrbar. Die Fahrt ging weit nach Süden und auf vielen Umwegen nach Zhitomir. Inzwischen sind die Generatoren angeschlossen. “Wir haben Mitarbeiter mit goldenen Händen!“ Sie funktionieren, und sind nach Auskunft von Tatjana leicht zu bedienen. Wir hatten in der vergangenen Woche 6.500 Euro nach Zhitomir überwiesen. Tatjana wird uns noch detailliert über die bisherige Verwendung des Geldes in-formieren - Kauf, Transport und Installierung. Auf unserem Spendenkonto befinden sich noch 4.540 Euro (Stand 21.03.)!! Zur Situation in Zhitomir schrieb Tatjana, dass die Lage zwar ruhig wäre, aber die Menschen äußerst angespannt sind. Die Ärzte sind überlastet, da Patienten aus anderen Krankenhäusern zu ihnen verlegt werden. Tatjana hat einen der täglichen Sirenenalarme mit ihrem Handy aufgenommen, sehr beklemmend.(Eine Bekannte meiner Frau arbeitet in einem von ihr aufgebauten Waisenhaus. Die Kinder sind in die Westukraine evakuiert worden. Sie wohnt mit dem Hausmeisterin dem leeren Gebäude, da sie Sorge vor Vandalismus und Plünderungen hat.)